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Welpenauswahl - Seite 2

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Der Welpe kommt nach Hause:

Wie schon oben erwähnt, holt man den Kleinen am besten mit einer Hunde-Box ab. Man
sollte sich viel Zeit beim Abholen mitbringen. Wenn der Welpe während der Heimfahrt
wimmern sollte, bitte kein Mitleid zeigen. Er muss sich von alleine beruhigen. Unser
Nichtbeachten der für ihn ungewohnten Situation und seiner Ängste, signalisiert ihm ein Gefühl
der Sicherheit bzw. Selbstverständlichkeit, mit neuen Situationen umzugehen. Das ist für sein
weiteres Leben immer wieder wichtig.
Zu Hause angekommen, ist erst mal Ruhe angesagt, damit er sich an die fremden Gerüche
und seine neue Umgebung gewöhnen kann. Auch für die Kinder des Hauses gilt zunächst,
nicht ansehen, anfassen oder ansprechen bis der Welpe entspannt ist. Der Welpe muss
alle Familienmitglieder gleichermaßen akzeptieren. Auf diese Grenze ist stets zu achten.
Nicht laute Befehle sind entscheident und wirksam, sondern kleine Zeichen und vor allem das gezielte
aufmerksame Denken des Besitzers, was der Kleine machen soll. Individuelle
Zeichen oder Worte müssen jetzt festgelegt werden. Der Welpe sollte spielerisch an
Halsband und Leine gewöhnt werden. Tägl. 2x 10 Minuten umlegen und immer mit
lockerer Leine und Leckerli arbeiten. Der beste Zeitpunkt zum Lernen kommt, wenn er müde
gespielt ist. Wenn der Kleine an der Leine nicht weiterlaufen will, dann immer mit Leckerli locken,
bis er mitkommt und auch über kleine Hindernisse steigen kann, das vollständige Ausführen
einer Aufgabe stärkt das Selbstbewusstsein des Welpen.
Die Sozialisation des Welpen in einer Hundegruppe muss gelernt werden. Dazu sollten möglichst
wenigstens zwei gut sozialisierte erwachsene Hunde (weiblich und männlich) und zwei bis vier
Welpen zusammen kommen. Spielen mehrere Welpen nur untereinander, besteht die Gefahr, dass der
frechste Welpe zu dominant wird. Die anderen entwickeln Angstverhalten. Elterntiere bzw. erwachsene
Hunde korrigieren solche Verhaltensfehler. Und damit ist eine gute Voraussetzung für ein friedliches
Miteinander geschaffen. Nicht vergessen, den kleinen Welpen dem erwachsenen Tier vorzustellen, das
bedeutet dem Großen die Analregion des Kleinen zu zeigen.

Ist ein Baby in der Familie:

 Der Welpe sieht das Baby als etwas ungewohntes an. Ist vielleicht unsicher und knurrt.
Wichtig ist, dass der Welpe von Anfang an den Geruch des Babys kennt. Eine gebrauchte
Windel zum Abholen beim Züchter mitnehmen. Beim ersten Zusammentreffen mit dem
Baby sollten Kind und Hund müde / ausgeglichen sein - beide -. Erst dann führt man ihn mit der
Nase heran, damit er den Geruch aufnehmen kann. Keine angstbesetzten Gedanken. Ein etwaiges
Knurren muss vom Hundeführer mit einem Missfallenslaut sofort gemaßregelt werden.
Hier muss sich der Welpe unterordnen und Respekt haben. Der Hundeführer darf keine
negativen Gedanken über das Verhalten aufbauen. Der Geruch muss für den Welpen als
zur Familie gehörenden erst erkannt und gelernt werden.

Zusammenfassend:

Wichtiger als lautstarke befehle ist, dass der Hundeführer und jedes Familienmitglied
einen Raum beansprucht und ein Energiefeld der Eindeutigkeit für den Welpen aufbaut.
Seine Grenzen gedanklich immer gleich festlegt. Ein fester Blick auf den Hund zugehend,
wenn man etwas von ihm will. Dies muss auch beim niedlichsten Welpen der Welt sofort
beachtet werden, dann kann er sich in seinem Menschenrudel wohl fühlen und geborgen
sein. Wenn man sich an diese Ratschläge hält, ist die beste Grundlage für ein
harmonisches Zusammenleben einer immer wachsenden Verbundenheit zwischen Mensch
und Tier gesetzt: Verständnis ohne Worte. Verhaltensprobleme werden so ein Fremdwort sein,
weil der Hund seine Grenzen kennt und unsere Sprache besser versteht.

Im wesentlichen handelt es sich bei dieser Ausführung um Gedanken aus dem Buch Welpenschule
von Cesar Millan.


 


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